Ein Land – viele Sprachen: Die Zukunft des herkunftssprachlichen Unterrichts

Ein Land – viele Sprachen: Die Zukunft des herkunftssprachlichen Unterrichts

Jedes Kind und jeder Mensch hat Recht seine Erstsprache oder die Sprache, die in seiner Familie gesprochen wird, zu erlernen. Der Unterricht in der Familien- bzw. Herkunftssprache wird herkunftssprachlicher Unterricht (HSU, auch muttersprachlicher Unterricht) genannt.
In zehn deutschen Bundesländern ist der HSU bereits als Schulfach anerkannt, in BW dagegen ist der HSU in der alleinigen Verantwortung der Herkunftsländer.

Welche Vorteile hat der HSU und wie trägt er zu einer besseren Integration, besseren Bildungschancen und einer höheren Anerkennung der gelebten Mehrsprachigkeit bei?

Wie können wir den HSU vor Ort in Freiburg unterstützen? Und wie können wir Freiburger Samstagsschulen für Familiensprachen – untereinander und zu deutschen Einrichtungen -vernetzen, so dass der Bildungsdialog zum Thema „Mehrsprachigkeit“ stärker und effizienter wird?

Fortbildung „Vermittlung von Sprache und kulturellen Werten bei Kindern mit Migrationshintergrund im Kindergarten- und Grundschulalter“

Fortbildung „Vermittlung von Sprache und kulturellen Werten bei Kindern mit Migrationshintergrund im Kindergarten- und Grundschulalter“

Unsere Referentin und stellv. Vorsitzende der Initiative für Mehrsprachigkeit und interkulturelle Bildung, Frau Dr. Miglena Hristozova war gestern beim Diakonischen Werk Breisgau-Hochschwarzwald und hat eine Inhouse-Fortbildung für pädagogische Kräfte durchgeführt. Das Thema war „Vermittlung von Sprache und kulturellen Werten bei Kindern mit Migrationshintergrund im Kindergarten- und Grundschulalter“. Zu den Inhalten der Fortbildung gehörten u.a. der Umgang mit Sprachbarrieren, das Zusammenspiel zwischen Mehrsprachigkeit und Identität und die Frage, wie wir wertschätzend mit den unterschiedlichen Kulturen und Traditionen der Kinder umgehen können.

Meet the Monster 2.0

Meet the Monster 2.0

Auch beim LirumLarumLesefest erweckte unsere sechsköpfige Monster-Installation, die in 8 verschiedenen Sprachen sowie mit den Stimmen der am Projekt beteiligten mehrsprachigen Kinder und Jugendliche aus Freiburg und dem Elsass (Frankreich) spricht, viele neugierige Blicke und grosses Interesse beim Publikum. Was noch zum Programm gehörte: Fantastische Wortgedichte – ein multilinguales Experiment mit visueller Poesie. Ein Flashmob mit Zungenbrechern in 6 verschiedenen Sprachen. „Das mehrsprachige Monster“ – der Kurzfilm zur Entstehung der Monster-Installation. Mitmachaktion„Monsternahrung für die Seele“: Kinder und Erwachsene hatten die Möglichkeit Buchstaben, Wörter und Sätze aus verschiedenen Naturelementen und Lebensmitteln wie etwa Kastanien, Nudeln oder Bohnen zu gestalten und dabei verschiedene Schrifte kennen zu lernen und auszuprobieren.

Meet the Monster 1.0

Meet the Monster 1.0

Wir danken allen, die zu uns kamen und unsere multimediale Installation – das mehrsprachige Monster – im Rahmen des JugenKunstParkour Festivals gesehen, gehört, gelesen und erlebt haben. Besonders glücklich sind wir auch deshalb, weil wir durch die bunten Monsterköpfe und die mehrsprachigen Stimmen eine provokative Metapher der mehrsprachigen Menschen vermitteln konnten: Eine Idee, die tatsächlich auch bei den Zuschauen angekommen ist. Wir bedanken uns für das Interesse und die spannenden Gespräche. Nach der Sommerpause geht die „Monster-Tour“ weiter: Im Oktober gastrolliert das mehrsprachige Monster im Rahmen des LirumLarumLesefests im Stadttheater Freiburg.

„Das Mehrsprachige Monster“: vier Kunstateliers, sechs Köpfe, elf Gesichter

„Das Mehrsprachige Monster“: vier Kunstateliers, sechs Köpfe, elf Gesichter

Wir dürfen Ihnen vorstellen: Das Mehrsprachige Monster, ein Sinnbild der mehrsprachigen Menschen weltweit, die alltäglich zwischen Sprachen und Kulturen hin- und herspringen, verschiedene Perspektiven und Blickwinkel und dadurch eine hohe Sensibilität entwickeln, Vielfalt zu erkennen und zu vermitteln.
Über vier Kunstateliers haben die jungen Projektteilnehmer die multimediale Monsterfigur mit verschiedenen Köpfen und Gesichtern kreiert, die als Metapher ihrer eigenden Identität zu verstehen ist. Die mehrköpfige Monstergestalt verwandelte sich am Ende in eine mehrstimmige und mehrsprachige Installation: Verschieden Geräusche, Stimmen, Rhythmen und Sprachen wurden aufgenommen, die durch sechs MP3-Player und die in jedem Kopf eingebauten Lautsprecher abgespielt werden können.

„Das Mehrsprachige Monster“: Eine Metapher für die eigene Identität

„Das Mehrsprachige Monster“: Eine Metapher für die eigene Identität

In unserem neuen Projekt „Das Mehrsprachige Monster“ (Start: April 2018) wollen wir einen künstlerischen Begegnungsraum für mehrsprachig aufwachsende Kinder aus Freiburg schaffen, in dem sie durch die Zusammenarbeit mit Künstlern verschiedene Ausdrucksformen ihrer eigenen Mehrsprachigkeit (eigene Sprach- und Kulturhintergründe, individuelle Erfahrungen und Gefühle mt Sprachgrenzen und Kulturdifferenzen) entwickeln. Im Rahmen einer interaktiven Ausstellung wird die Monsterfigur sowie die dazugehörige Geschichte öffentlich präsentiert. Weitere Informationen zum Verlauf des Projekts und der abschließenden Präsentation kommen in Kürze.

UNSER KIND WÄCHST MEHRSPRACHIG AUF: Wie Eltern die Sprachentwicklung Ihrer Kinder fördern können.

UNSER KIND WÄCHST MEHRSPRACHIG AUF: Wie Eltern die Sprachentwicklung Ihrer Kinder fördern können.

In unserem aktuellen Elternkurs (Termine: 18.3.2018 u. 21.3.2018) erhalten Eltern Informationen über den multilingualen Spracherwerb, lernen praktische Übungen und Strategien zur Förderung von Mehrsprachigkeit im Alltag und haben die Möglichkeit sich mit anderen Eltern auszutauschen.  Der Kurs ist besonderes geeignet für Eltern mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren.  Anmeldung und weitere Informationen unter: www.ehe-familie-freiburg.de